Open Source – Teil 1 – Die Entstehung einer Bewegung
Der Open Source Gedanke entstand durch die Marktdominanz des Software-Giganten Microsoft, der seine herausragende Stellung im Bereich der Betriebssysteme dazu nutzte, auch seinen Browser, den Internet Explorer, zu verbreiten. Der Konkurrent Netscape sah sich im Jahr 1998 nicht mehr in der Lage seinen Browser, den “Netscape Navigator” kommerziell zu verwerten und gab den Quellcode des Programms frei. Der Navigator wurde so zur “offenen Quelle” für alle Programmierer. Unter dem Codenamen “Mozilla” entstand in der Folge ein Projekt, aus dem der heute stark verbreitete Browser “Firefox” hervorging.
Die Anfänge der freien Software
Netscape machte mit der Freigabe des Navigatorcodes die Open Source Bewegung populär. Die Wurzeln reichen aber wesentlich weiter zurück. Genau genommen waren die Anfänge mit der Entwicklung von Unix durch die amerikanische Firma AT&T im Jahr 1969 gemacht. Ein Kartellrechtsurteil zwang AT&T dazu Unix für eine sehr geringe Lizenzgebühr an Universitäten abzugeben. Es setzte postwendend eine rege Entwicklungstätigkeit im universitären Umfeld ein, in deren Mittelpunkt die Universität von Berkeley stand. Hier wurde ein eigener Unixzweig entwickelt, der später als “Berkeley Software Distribution” (BSD).Durch die Zerschlagung des Konzerns AT&T im Jahr 1984, war es dem Unternehmen erstmals wieder erlaubt kommerzielle Software zu vertreiben. In Folge dessen wurden die Lizenzgebühren stark angehoben und das kommerzielle Unix war geboren.
GNU als Gegenbewegung
Die freie Entwicklungsarbeit an Unix hatte sich bis 1984 soweit etabliert, dass sich mit Richard Stallman schnell jemand fand, der sich der Kommerzialisierung von Unix entgegenstellte. Er gründete das GNU-Projekt (GNU is not Unix) und arbeitete an einem vollständig freien Unix. Für die folgenden Veröffentlichungen von Software kreierte Stallman eine neue Lizenzpolitik. Er nannte sie Copyleft, als Pendant zum Copyright und schuf damit den Vorläufer der General Public Licence (GPL). Diese verfolgte vier Grundprinzipien: die freie Nutzung zu jedem Zwecke, kostenlose Kopien, die Aneignung der Arbeitsweise und das Recht zur Anpassung der Arbeitsweise an die persönlichen Bedürfnisse.
Linux – das erste freie Betriebssystem
Mit dem Erscheinen der ersten Version von Linux, hatte Stallman seinen Traum von einem komplett freien Betriebssystem erfolgreich umgesetzt.
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