VDSL – Der DSL-Nachfolger
Derzeit läuft ein neuer Preiskampf der Telekommunikationsanbieter. Während die DSL-Anbieter mit Kombipaketen versuchen neue Kunden zu gewinnen, steht mit VDSL schon die Nachfolgetechnologie in den Startlöchern.
Der DSL-Markt bleibt umkämpft
Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Bereich Festnetz- und Internet-Nutzung im März 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent gesunken. Dieser Trend ist auf einen gerade laufenden Preiskampf der großen Internet Service Provider zurückzuführen. Diese versuchen vermehrt Kunden durch Kombipakete von Festnetz- und DSL-Flatrates zu akquirieren. Dabei spielen die 16 MBit/s Anschlüsse eine zunehmend wichtigere Rolle.
Mit VDSL bis zu 100 MBit/s schnell surfen
Die Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL) basiert auf der herkömmlichen DSL-Technik, verwendet aber bis zur Vermittlungsstelle eine optische Anschlussleitung aus Opal-Glasfaser. Für den “letzten Kilometer”, also die Strecke von der Vermittlungsstelle bis zum Hausanschluss, wird wie bei DSL die gebräuchliche Kupferleitung genutzt. In dieser Kombination aus Glasfaser- und Kupferleitungen besteht auch der größte Schwachpunkt der neuen Technik. Bei zunehmender Distanz eines Haushaltes zur Vermittlungsstelle, nimmt die Leistung deutlich ab. Schon bei einer Distanz von 2000 Metern bleiben von der theoretischen Geschwindigkeit von 100 MBit/s nur noch 26 MBit/s übrig.
VDSL 1 und VDSL 2
Momentan sind mit VDSL 1 und VDSL 2 zwei unterschiedliche VDSL-Standards festgelegt. Die Unterschiede resultieren aus den verwendeten Frequenzen. Während VDSL 1 mit 12 MHz ein theoretisches Maximun von 52 MBit/s erreicht, leistet VDSL 2 mit 30 MHz bis zu 100 MBit/s. Für den Anwender bedeutet der Umstieg von DSL auch die Anschaffung neuer Hardware, denn beide Varianten arbeiten mit speziellen VDSL-Modems.
Eine besondere Bedeutung hat die VDSL-Technik für den Home-Entertainment Bereich. Besonders das Internet TV wird von den schnellen Datenverbindungen profitieren und so Inhalte im hochauflösenden HDTV übertragen können.
VDSL bereits in 27 Städten verfügbar
Die Deutsche Telekom arbeitet schon seit 2006 am VDSL-Netz. Ende 2007 waren bereits 27 Städte an das Glasfasernetz angeschlossen, weitere 13 sind für 2008 angekündigt. Prognosen zur Folge werden insgesamt rund 1000 Städte an das Glasfaserbetz angeschlossen werden. Kleinere Städte und ländliche Regionen werden wohl nicht erschlossen.
Konkurrenz hat die Telekom bis heute noch nicht, allerdings werden sich die Mitbewerber auch auf diesem zukunftsträchtigen Markt nicht kampflos ergeben. Zumal die Bundesnetzagentur im Juni 2007 verfügt hat, dass die Telekom den anderen Telekommunikationsunternehmen mindestens die Benutzung der Kabel-Leerrohre zu ermöglichen hat.
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