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Micro-Blogging – Kommunikation der Zukunft oder nur eine Modeerscheinung?

Wann immer die Rede von Web 2.0 oder Social Network ist, der Begriff “Micro-Blogging” fällt irgendwann fast zwangsläufig. Und dann gewinnt die Diskussion schnell an Fahrt: die einen lieben es, die anderen hassen es und wieder andere kennen es gar nicht.

Micro-Blogging – Ein Definitionsversuch

Was genau ist denn nun Micro-Blogging? Definitionen für dieses Phänomen gibt es viele und hier folgt ein weiterer Versuch, diesmal in einem Satz:Micro-Blogging sind SMS- und IM-ähnliche Textnachrichten mit einer streng definierten Maximallänge, die über ein soziales Netzwerk verbreitet werden.Natürlich ist das noch nicht alles, aber alles würde nicht in einen Satz passen. Die Kommunikationsform ist an das klassische Bloggen angelehnt, allerdings ist dafür kein spezieller Blog notwendig und die Nachrichten werden direkt veröffentlicht und nicht über ein Content-Management-System verwaltet.

Wer nutzt Micro-Blogging?

Ursprünglich sollte Micro-Blogging als Plattform zur Veröffentlichung von Statusmeldungen wie: “… ich bin gerade, … ich mache gerade, …ich höre gerade” dienen, baute sich dann aber zu einer schnellen Alternative zu den herkömmlichen Blogs und Communitys aus. Eine schnellere und direktere Kommunikation mit der breiten Internet-Community gibt es wohl nicht. SMS und Instant Messaging sind zwar auch schnell und direkt, aber eben nur zu Leuten, die man schon kennt. Wer also schnell mal seine Meinung zu einem bestimmten Thema los werden will, der nutzt dazu Micro-Blogging-Plattformen wie Twitter, Pownce oder Jaiku.

Zukunftsweisender Trend oder nur eine temporäre Erscheinung?

Wer viel über SMS kommuniziert und oft vor dem Rechner sitzt, könnte zum Micro-Blogger werden. Wer schon SMS-Nachrichten nicht zu seinen Kommunikations-Favoriten zählte, der wird auch Twitter & Co. links liegen lassen. Wie bei vielen Web 2.0-Diensten wird erst die Zeit Aufschluss darüber geben, ob sich diese neue Kommunikationsform auf Dauer etablieren kann, oder nicht. Eines sollten jeder bedenken, der jetzt neugierig geworden ist: es kann kein Zufall sein, dass immer wieder vom “Suchtpotential” des Micro-Bloggings gesprochen wird.


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