Ein kleines Unix-Wunder – Solaris 10
Aus dem Hause Sun Microsystems stammt eines der bekanntesten Unix-Derivate – Solaris 10. Es ist ein Betriebssystem mit einer bereits über 20 Jahre alten Entwicklungsgeschichte, welches nach vielen erfolgten Releases in der aktuellen Version über all die Technologien und Funktionalitäten verfügt, mit denen selbst den Anforderungen in einer anspruchsvollen Produktionsumgebung Solaris ohne Weiteres standhalten kann. Das Solaris-OS bietet Unterstützung für unterschiedliche Computer-Architekturen, etwa für x86, Intel 64 oder SPARC. Und seit seinem letzten Release ist Solaris quasi in zwei Varianten auf dem Markt erhältlich – einmal als Open Solaris, welches sich eher an Privatanwender richtet und zum anderen als die kommerzielle Version, die insbesondere Unternehmen und (größere) öffentliche Organisationen ansprechen soll. Um sich bei solch einem Einsatz zu bewähren, haben die Entwickler von Sun dem Betriebssystem auch die entsprechenden Werkzeuge mit auf den Weg gegeben.
Man nehme zum Beispiel DTrace, mit dem eine dynamische Instrumentierung sowie das Tracing, zu deutsch etwa: Ablaufverfolgung, realisierbar wird. Genauer bedeutet dies, dass einem Entwickler oder Systemverwalter auf der Systemebene nähere Infos darüber verfügbar gemacht werden, was ein bestimmtes Programm oder der Kernel selber zum gegebenen Zeitpunkt tut. Dies ist übrigens auch innerhalb einer Java Virtual Machine möglich. Für den IT-Manager oder den Devoloper heißt es, dass sie auf diese Weise einen etwaigen Fehler viel schneller diagnostizieren und dadurch auch diesen letztendlich in viel kürzerer Zeit wieder beheben können.
Ein anderes Beispiel stellt Predictive Self-Healing dar, ein Feature von einer nicht geringeren Innovativität, denn es handelt sich sozusagen um eine Selbstheilungstechnologie, die im hohen Maße zur Hochverfügbarkeit eines Systems beiträgt. Hierbei setzt der Hersteller auf das Konzept der Telemetrie. Das heißt, die entsprechenden Softwarekomponenten nehmen solch ein Telemetrie-Ereignis auf, erstellen ganz automatisch eine Diagnose für den in Frage kommenden Fehler und starten anschließend die Selbstheilung. Hierbei sind solche Aktionen vorgesehen wie das Ausschalten bzw. Isolieren defekter Komponenten oder eine entsprechende Nachricht an den Systemverwalter.
Und wer nun neugierig auf dieses Unix-Betriebssystem geworden ist und beim Einstieg ein wenig professionelle Unterstützung wünscht, dem sei die folgende Adresse empfohlen: Seminar Solaris, Training Solaris.
Gisela Bsdok ellab@web.de
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