Home  ›  Netzwerk & Server  ›  Netzwerk – Topologien, Verbinder, Protokolle, OSI-Modell

Netzwerk – Topologien, Verbinder, Protokolle, OSI-Modell

Wie kann ich mein Netzwerk sicher gestalten? Wo liegen die Vor- bzw. Nachteile des Peer-to-Peer und Client-Server Prinzips? Was für Topologien gibt es und wie sind diese Aufgebaut? Das und vieles mehr wird hier kurz und bündig erklärt.

Begriffe zum Netzwerk

  • LAN = Local Area Network (= Gebäude)
  • WAN = Wide Area Network (= Internet, Server dritter)
  • MAN = Metropolitan Area Network (= Internet, Regional)
  • MAN = LAN + WAN

Wie kann man Netzwerke sicher aufbauen?

  • Hardware: Keine Ports öffnen, vom Internet abschirmen, zwei Netzwerke: Intern und extern trennen, Notstromversorgung sicherstel, vor Überspannung sichern, Raidsystemlen
  • Software: Firewall, Backup, Zugriffsrechte vergeben, Daten und Zugänge verschlüsseln
  • Organisatorisch: Benutzerebenen anlegen, Personalschulung, Wartung, räumliche Trennung

Client–Server Vorteile

(= Bei vielen Computern, hohe Sicherheit) Unterscheidet zwischen Anwenderseiten und Dienstleisterseiten, Anwender kann auf Ressourcen vom Server zugreifen.

  • Schnellere Verbindung untereinander, größere Sicherheit (= zentrale Firewall), Server besitzt Kontrollmöglichkeit, eingeschränkte Rechte für Clients, Möglichkeit zur zentralen Datensicherung/Verarbeitung, Ressourcenaufteilung

Client-Server Nachteile

  • Einrichtung notwendig (= teuer), bei Ausfall Verlust der zentralen Einheit, Wartung, evtl. eingeschränkte Rechte, evtl. langsame Datenübertragung

Peer to Peer Vorteile

(= Bei wenigen Computern, niedrige Sicherheit) Jeder Computer ist Server und zugleich Client, alle sind gleichberechtigt, auf zentralen Server wird verzichtet.

  • Günstiger, jeder kontrolliert eigene Daten, Ausfallchance reduziert, einfach zu konfigurieren, jeder hat gleiche Rechte, jeder kann auf sämtliche Daten zugreifen

Peer to Peer Nachteile

  • Fehlende Sicherheit, schwierige Datenverwaltung, individuelle Datensicherung, kein Prioritätenschutz

Netzwerkkabel

  • Koaxialkabel, Koaxial-Kabel: Älteres Kabel, hauptsächlich für BUS-Netzwerke, max. 10 Mbit/s
  • Glasfaser, Glasfaserkabel: Hohe Kapazität, Abstrahlsicherheit, Einstrahlsicherheit, Anschlusskosten, Teuer
  • Twisted-Pair Kabel: Verdrillt, weniger Störanfällig, KAT1-6, Standardverkabelung, max. 100 Mbit/s
  • WLAN

Netztopologien – Topologien

Stern, Sterntopologie, Stern-Topologie

  • Vorteil: leicht erweiterbar, leicht verständlich, leichte Fehlersuche, hohe Datenübertragungsrate.
  • Nachteil: Aufwendige Verkabelung, Durch Ausfall des Verteilers wird Netzverkehr unmöglich

Ring, Ringtopologie, Ring-Topologie

  • Vorteile: Alle Stationen arbeiten als Verstärker, Keine Kollisionen, Alle Rechner haben gleiche Zugriffsmöglichkeiten, Garantierte Übertragungsbandbreite
  • Nachteile: Bei Ausfall eines PC’s -> Netzwerkausfall

Bus, Bustopologie, Bus-Topologie

  • Vorteile: Der Ausfall eines Rechners hat keine Konsequenzen, geringe Kosten, Einfache Verkabelung und Netzerweiterung
  • Nachteile: Ein Kabel, nur eine Station kann senden, Datenstau, Kollisionen

Baum, Baumtopologie, Baum-Topologie

  • Vorteil: Der Ausfall eines Endgeräts hat keine Konsequenzen, Strukturelle Erweiterbarkeit, Große Entfernungen realisierbar (Kombination)
  • Nachteil: Bei Ausfall eines Verteilers ist der ganze Zweig des Verteilers “tot”

Maschen, Maschentopologie, Maschen-Topologie

  • Vorteile: Sicherste Variante eines Netzwerkes, Sehr leistungsfähig
  • Nachteile: Sehr hoher Energieverbrauch, Viel Kabel ist notwendig

Verbinder

Bridge

  • Prüft ob er es Daten weiterschicken soll
  • Benötigt gleichartiges Netzwerk
  • Weiterleitung in ein anderes Segment nur, wenn eine Station aus einem anderen Segment adressiert wird

Hub

  • Sendet Daten an alle weiter
  • Multibridge
  • Sendet immer nur ein Datenpaket

Switch

  • Besitzt IP-Tabelle
  • Sendet Daten von X nach Y
  • Kann lernen und konfigurieren werden
  • Kann parallel Daten überprüfen: Halb, erste 64Bit,
  • Entlastet das Netz im Gegensatz zum Hub

Router

  • Agiert zwischen verschiedenen Systemen
  • Gibt den besten Weg vor
  • Kennt das Netzwerk
  • Besitzt IP-Tabelle, Firewall, Fehlererkennung und Filterfunktionen

Gateway

  • Gateways sind Knoten innerhalb des Netzwerks, die Netze unterschiedlichen Typs miteinander verbinden, z.B. PC – MAC

Repeater

  • Verstärker auf der OSI-Ebene 1
  • Überbrückung größerer Entfernungen

IP-Adressierung

  • Jeder Rechner in einem Netzwerk ist direkt ansprechbar
  • IPv4, 4 Byte lange Zahl – IPv6 Byte lange Zahl
  • Die IP-Adresse wird aus der Subnetzmaske, Netzmaske, Netzwerkmaske zusammengesetzt
  • 130.94.122.195/27 – Die ersten 27 Stellen sind fest bzw. Einsen
  • 255.255.255.224 – Entspricht dieser Netzmaske
  • Netzwerkteil, 224 höchste, 192 niedrigste IP-Endung

Was ist ein Protokoll

  • Ein Protokoll ist ein Regelwerk das die Kommunikation zwischen Subjekten steuert.

TCP/IP-Modell

  • Die Internetprotokollfamilie umfasst 500 Netzprotokolle und wird auch TCP/IP-Protokoll-Familie genannt.

OSI-Modell

  • Die Kommunikationsprotokolle sind in mehrere Schichten gegliedert, um eine hierarchisch organisierte Standard-Kommunikationsstruktur zu schaffen. Die verschiedenen Schichten sind jeweils für ein Teilgebiet der Datenkommunikation zuständig.
  • Mitte der 80er Jahre (10 Jahre nach der Entwicklung des TCP/IP-Modells) wurde von der ISO das OSI (Open System Interconnection) entwickelt
  • Vorteile: Übersichtliche Struktur, hierarchisch Aufgebaut, Fehler werden abgefangen, Fehlerbehebung einfach, Weiterentwicklung einfach
  • Nachteil: Große Entwicklung

Vorteile des OSI-Modells

  • Detailliert
  • Übersichtlich
  • Zuverlässig

Vorteile von TCP/IP

  • Robust
  • Flexibel

Nachteile des OSI-Modells

  • Leistungseinbußen

Nachteile von TCP/IP

  • Fehlersuche sehr aufwendig
  • Geringe Details

Merkmale des OSI-Modells

  • Theoretisches, mehrschichtiges Standard-Kommunikationsmodell mit klaren Definitionen, für einzelne hierarchisch organisierte Komponenten organisierte Komponenten, ihre Funktionen und ihre Beziehungen untereinander, welches die offene Kommunikation in heterogene Netzwerken ermöglicht
  • Die Berührungspunkte zwischen den einzelnen Schichten stellen jeweils Schnittstellen (Dienstausgangspunkte, SAP = Service Access Points) dar, die Regeln und Formate für den Informationsaustausch festlegen.Information werden nur zwischen direkt benachbarten Schichten ausgetauscht (beim TCP/IP-Modell können Schichten übersprungen werden.)
  • Jede Schicht stellt definierte Dienste bereit. Diese Dienste realisieren bestimmte Kommunikations- und Steuerungsaufgaben.
  • Das Protokoll der höher liegenden Schicht wird in das der tiefer liegenden Schicht übersetzt und mit eigenen Informationen (Headern) versehen (s.u. Datenfluss im OSI-Referenzmodell)
  • Jede Schicht extrahiert aus dem Protokoll der tiefer liegenden Schicht die relevanten Informationen und gibt sie an die höher liegende Schicht weiter.
  • Ziel: Hersteller-unabhängige, Architektur-unabhängige sowie Netz-unabhängige Schnittstellen zwischen beliebigen Rechnern

Datenfluss im OSI-Modell

  • Jede Schicht kann (muss aber nicht) die Daten mit eigenen Headern versehen, die zur Kommunikationsteuerung auf dieser Schicht dienen. Der Datenblock einer Schicht wird von der darunter liegenden Schicht als reine Nutzdaten betrachtet, sie kann so auch an dem Header der übergeordneten Schicht nichts ändern.

Ähnliche Beiträge

Tags: osi modell protokolle , topologien einfach erklärt, nachteile osi schichtenmodell, twisted pair kabel unterschied koaxialkabel, vorteile osi modell, welche topologie besitzt mein heimnetzwerk, stern topologie protokoll, nachteile bridge netzwerk, zwei netzwerke sicher, osi modell vorteil aufteilung Trackback