Kommunikationsüberwachung in Großbritannien
Experten befürchten, dass sich Großbritannien zum Überwachungsstaat entwickelt. Nach neuester Veröffentlichung von Statistiken, stellten Behörden im Jahr 2006 rund 1.000 Anträge zum Abhören von Telefonaten und elektronischen Briefen pro Tag. Die Informationen gehen aus Berichten von Sir Paul Kennedy, dem Beauftragen für die Überwachung der Kommunikation, hervor.
In der Zeit danach gingen zwischen dem Amtsantritt Kennedys am 11. April und Ende des Jahres an der Zahl 253.557 Anträge zur Kommunikationsüberwachung ein, von welchen der Großteil nach eigenen Angaben auch genehmigt wurde. Die englische Tageszeitung „The Daily Telegraph“ berichtete dass zu den Überwachten nebst mutmaßlichen Terroristen oder Schwerverbrechern auch Sozialbetrüger und illegale Müllablader gehören, welche man so auf die Spur zu kommen versucht.
Kennedy selbst verteidigt die Aktionen der Regierung mit der Begründung, man wäre beeindruckt gewesen wie das Abhören zu einer Reihe von beachtlichen Erfolgen geführt hat. Demnach konnten somit große Einfuhren von Drogen oder Morde verhindert werden und diverse Erkenntnisse über terroristische und extreme Organisationen im Vereinigten Königreich so wie im Ausland gemacht werden.
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